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Idee

Round Table ist eine parteipolitisch und konfessionell neutrale Vereinigung. Die Idee und die Organisationsform von Round Table haben ihren Ursprung in der Tradition des englischen Clublebens: Örtlich selbständige "Tische" führen jeweils etwa 15 bis 20 Männer immer unterschiedlicher Berufe und Wirkungsbereiche aus der Region zusammen.

 

Die Geschichte
Die Idee: Adopt, adapt, improve!
Das Clubleben
Vertrauen und Freundschaft
Kurzportrait des Paderborner Tisches RT 114

 

Ein guter ersten Einblick in einen Serviceclub - und worum es dabei eigentlich geht - ist auch dem folgenden Inteviewartikel zu entnehmen:

 

Interview_Serviceclubs_-_Manager_Magazin_-_20061204.pdf


Die Geschichte

Round Table wurde in England gegründet. Der Gründer Louis Marchesi wollte eine Vereinigung ins Leben rufen, die sich an das Vorbild ähnlicher Clubs (Lions, Rotaries, Kiwianis, ..) anlehnte, jedoch in einem für ihn gewichtigen Punkt ein Gegengewicht bilden sollte: beim Alter der Mitglieder. Die Mitgliedschaft in anderen Clubs ist in der Regel lebenslang angelegt, was in Verbindung mit zahlenmäßigen Aufnahmebeschränkungen meist zu einem hohen Altersdurchschnitt führt. Bei Round Table dagegen erlischt die Mitgliedschaft automatisch mit dem 40. Lebensjahr. Auf diese Weise werden regelmäßig wieder Plätze für neue, jüngere Tischmitglieder frei. Diese Regelung hat bei Round Table zu einem Altersdurchschnitt von Mitte 30 und zu einem hohen Maß an Homogenität unter den Tischmitgliedern geführt, was die persönliche Lebenssituation in Beruf und Familie angeht.

Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges hat sich Round Table in den meisten Ländern Europas, in Afrika, Asien und Nordamerika verbreitet. Der erste deutsche Club wurde 1952 in Hamburg gegründet. Im Jahr 1991 gab es nationale Round Table Organisationen in 47 Ländern, die sich zur Dachorganisation "Round Table International" zusammengeschlossen haben. Round Table International hat sich mit anderen Organisationen ähnlicher Zielsetzung wie "APEX" in Australien, "Active 20/30" in den USA und "Kin" in Kanada im "World Council of Service Clubs" vereinigt, das sich einmal im Jahr an einem ständig wechselnden Ort trifft und mehr als 100.000 Mitglieder hat.

Ein Teil des Tischlebens ist in Vorträgen und Diskussionen dem gegenseitigen Einblick in die Berufs und Lebenserfahrungen der Tischmitglieder gewidmet. So vermag der Einzelne Standpunkte und Meinungen von allgemeinem Interesse aus der Sicht anderer Berufe kennenzulernen, die eigenen Standpunkte und Meinungen zu überprüfen, den Erfahrungsbereich über das eigene Berufsfeld hinaus zu erweitern. Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Bewertungen, Meinungen und Verhaltensweisen fördert eine Form gegenseitiger Toleranz, die aus dem Interesse am Anderen Gemeinsamkeiten über deutlich gesehene Unterschiede hinweg entwickelt, Gräben nicht zuschüttet, aber Brücken schlägt.

So praktiziert jeder Tisch im Kleinen, was der Einzelne im Großen als Verantwortung gegenüber der Gesellschaft wahrzunehmen hat. Aufgeschlossenheit für Fremdes und Unbekanntes und die Bereitschaft, sich gemeinsam mit anderen für andere zu engagieren, werden von den Mitgliedern von Round Table erwartet. Vor allem Hilfe für Hilfsbedürftige in unserer Gesellschaft und in der Welt zählt zu den selbstgesetzten Aufgaben von Round Table. Diesen Dienst an der Gesellschaft pflegt jeder Tisch in individueller Verantwortlichkeit und Kreativität.

Die Idee: Adopt, adapt, improve!

Round Table erwartet von seinen Mitgliedern Aufgeschlossenheit und Interesse gegenüber traditionellen wie neuen Ideen und Entwicklungen entsprechend dem Motto "adopt, adapt, improve". Das Motto stammt aus einer Rede des englischen Duke of Windsor, der im Jahr 1927 mit diesen Worten dazu ermunterte, bewährte Lösungen zu übernehmen und sie auf die veränderten Verhältnisse der Gegenwart und der Zukunft hin weiterzuentwickeln und zu verbessern. Verändere die Umwelt in der Du lebt und unterstütze sie, wo immer es geht!

Ein wesentlicher Teil des Clublebens ist deshalb der Information über die Ursachen und Auswirkungen aktueller Entwicklungen und dem Austausch von Berufs- und Lebenserfahrungen der Tischmitglieder untereinander gewidmet. Der einzelne kann auf diese Weise Standpunkte und Meinungen auch aus der Sicht anderer heraus kennenlernen und seinen Horizont über den eigenen Erfahrungsbereich hinaus erweitern. Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Meinungen und Verhaltensweisen fördert bei den Mitgliedern von Round Table eine Form der Toleranz, die Gemeinsamkeiten über Unterschiede hinweg entwickelt und dabei Gräben nicht zuschüttet, sondern Brücken darüber baut.

Der Service-Gedanke

Round Table erwartet von seinen Mitgliedern weiterhin die Bereitschaft, sich innerhalb des eigenen Tisches und darüber hinaus im Rahmen von "Service-Projekten" für andere zu engagieren. Hinter dieser Erwartung steht die Überzeugung, daß der einzelne auch Pflichten gegenüber der Gemeinschaft hat. Bei dem Engagement in Service-Projekten ist nicht nur Geld, sondern persönlicher Einsatz gefordert, der sich auf Offenheit für die Probleme anderer und auf die Freude am gemeinsamen Handeln gründet. Round Table ist deshalb ein Service Club, jedoch keine karitative Einrichtung.

Das Clubleben

Die örtlichen Tische von Round Table treffen sich alle zwei Wochen zu einem "Tischabend". Dieser Tischabend beginnt häufig mit einem gemeinsamen Essen und hat in der Regel einen Vortrag aus den eigenen Reihen oder von Gastreferenten im Mittelpunkt. Daneben gehört der "Drei-Minuten-Vortrag" eines Tischmitgliedes zu einem tagesaktuellen Thema und die Abwicklung der tischinternen "Regularien" zum normalen Verlauf des Abends. Gelegentlich kommt ein "Ego-Vortrag" hinzu, in dem sich ein neues Tischmitglied vorstellt oder in dem ein älteres Mitglied den Tisch über Veränderungen in seinem persönlichen Umfeld informiert. Zu den Tischabenden sind mehr oder minder häufig auch die Partnerinnen der Tischmitglieder als Gäste eingeladen.

Das Clubleben beschränkt sich nicht auf den einzelnen Tisch, sondern führt weit darüber hinaus. In der Vielzahl von Treffen undVeranstaltungen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene lernen sich Mitglieder von Round Table aus unterschiedlichen Regionen, Ländern und Kulturen kennen. Das verbindende Element dabei ist über alle Unterschiede und Grenzen hinweg die Freude aller "(Round) Tabler" an der Begegnung mit anderen Menschen und ihre gemeinsame Grundhaltung.

Einmal im Jahr treffen sich die deutschen Tische von "Round Table" zu einem "AGM" (Annual General Meeting). Darüber hinaus organisieren benachbarte Clubs gemeinsame Veranstaltungen, und einzelne Tische richten Wochenend-Veranstaltungen aus, zu denen sie bundesweit alle Mitglieder von Round Table einladen.

International hat jeder deutsche Tisch von Round Table in den anderen europäischen Ländern jeweils einen Partnerclub. Die Partner-Clubs treffen sich einmal im Jahr zum "Euromeeting" (oder auch "Nummern-Treffen" genannt), für das in jedem Jahr ein anderer der Tische der Gastgeber ist. Darüber hinaus veranstalten die Organisationen von Round Table in regelmäßigen Abständen "Mass-Touren", Rundreisen durch ihre Länder, zu denen sie die Round Table Mitglieder weltweit einladen.

Der gesellige Rahmen dieser Begegnungen und Veranstaltungen und auch die selbstverständliche Beteiligung der Partnerinnen führen zu einer Vielzahl von Kontakten, Verbindungen und Freundschaften, die oft weit über die Zeit der Round Table Mitgliedschaft hinaus reichen.

Round Table erwartet von seinen Mitgliedern, daß sie an mindestens 60 Prozent der örtlichen Veranstaltungen teilnehmen. Die Aufnahme in Round Table geschieht durch die Empfehlung eines Mitgliedes und bedarf der einstimmigen Billigung aller anderen Mitglieder des Tisches.

Vertrauen und Freundschaft

Die Herzlichkeit und menschliche Großzügigkeit, mit der "Tabler" in Deutschland und in aller Welt einander begegnen, gehören zu dem Erfahrungshorizont eines jeden Mitgliedes von Round Table. Oft genug wachsen daraus lebenslange Freundschaften und Round Table erleichtert auch so manches Problem im Alltag: So findet man zum Beispiel bei einem Wohnungswechsel in eine noch unbekannte Stadt sofort einen Kreis von Gleichaltrigen vor, von denen man durch die eigene Zugehörigkeit zu Round Table einen Vorschuß an Vertrauen und Unterstützung erwarten darf.

Adressen und Ansprechpartner der bundesweiten Organe vom Round Table Deutschland: www.round-table.de

Kurzportrait des Paderborner Tisches RT 114

Zahlen und Fakten: Der Paderborner Tisch ist 1979 gegründet worden. Er hat momentan elf Mitglieder aus den unterschiedlichsten Berufen und Stellungen.

 

Regelmäßiger Treffpunkt ist jeweils der erste Dienstag und dritte Freitag im Monat; i.d.R. im Hotel "Krawinkel", Karlstrasse 33 in Paderborn, jeweils um 19.30 Uhr. Ansprechpartner sind auf der Mitgliederseite zu finden.

 

Die Serviceaktivitäten des Paderborner Tisches sind zeitlich nicht befristet, haben sich dennoch oft nach ein bis zwei Jahren als "angestoßen" und "verstetigt" erwiesen so, dass wir uns neuen Aufgaben widmen konnten: Beispiele hierfür sind die finanzielle Unterstützung beim Aufbau eines Jugendzentrums in einem Sozialen Brennpunkt, eines integrativen Kindergartens, des Frauenhauses oder des Rettungsdienstes etc.

Ermöglicht wird dies durch gezielte Aktionen wie z.B. die Initiierung des Paderborner Szenequartettes, durch den Verkauf von Stofftieren in der Paderborner Fußgängerzone oder durch Organsiation von Kulturabenden etc.

 

Abgerundet wird das Tischleben durch regelmäßige Vorträge durch externe und interne Referenten zu wechselnden, interessanten Themen sowie durch die laufende Pflege der Freundschaften und Kontakte untereinander.



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